Der Name DS ist eine Art Hommage an die als Ikone der Automobilgeschichte geltende Citroën DS aus den 50er Jahren, der legendären Göttin. Mit dem DS7 Crossback präsentiert man nun das Flaggschiff unter dem Nobel-Citroën-Label.

Foto: Theresa Weinand | automedien.de

Der erste Gedanke beim Anblick des großen Franzosen? Der hat was vom Audi Q5. Und das soll als Kompliment gelten, denn der Ingolstädter ist nicht umsonst ein Verkaufsschlager.
Genau dorthin möchte DS Automobiles, die Premiummarke des französischen Automobilkonzerns Groupe PSA, zu der Peugeot, Citroën und neuerdings auch Opel und Vauxhall gehören.

Und wenn man den DS7 einmal umrundet, stellt man fest, hier haben die Verantwortlichen um DS-Designchef Thierry Metroz hervorragende Arbeit geleistet: „Wir wollten ein zeitloses, schlichtes Design mit scharfen, grafischen Linien“. Avantgardistisch, extravagant, ja futuristisch, so hebt sich der Crossback von seinen Konkurrenten ab. Er ist schon etwas besonderes. insbesondere in der gelungenen Frontpartie, die geschickt mit Chrom- und Licht-Effekten spielt.

Im Innern geht die Reise in die Zukunft weiter. Mit den edlen Materialien, der eigenständigen Gestaltung und den zwei Bildschirmen unterscheidet sich der DS eindeutig von einem Citroën.Das Cockpit, die Schalter, der Automatikwählhebel, alles wirkt außergewöhnlich. Und über alldem trohnt in der Mitte eine klassisch gestaltete Analoguhr der französischen Marke B.R.M., sie schwenkt erst beim Druck auf den Startknopf heraus.

Foto: Theresa Weinand | automedien.de

Kommen wir nun vom Optischen zum Nützlichen. Auch wenn sich der DS7 von seinen Maßen her etwas zierlicher als seine direkten Konkurrenten gibt, so sitzt selbst der Kollege mit 1,98 m vorne ohne anzuecken, im Fond hat man es mit knapp 1,90 Meter noch sehr bequem. Das bieten die anderen ebenfalls, aber an den Stauraumvolumen von 555 bis 1.752 Liter kommen weder Stelvio, noch Q5, X3 oder XC-60 heran.

Zu den Annehmlichkeiten des DS7 Crossback gehören neben den Sitzen auch die vier optionalen Interieur-Ausstattungsrichtungen, DS Inspirationen genannt. Der Testwagen ist in der 3.300 Euro teuren Ausprägung „Rivoli“ raffiniert. Neben den AGR-Sitzen versieht sie den Innenraum mit einer exklusiven Lederausstattung, die zahlreiche Zier- und Dekor-Elementen verfeinern. Zu den weiteren Behaglichkeiten zählt zweifelsohne die Stille, die in diesem SUV selbst bei flottem Tempo herrscht.

Auch wenn der DS7 Offroadtauglichkeit suggeriert, ihn gibt es nur mit Frontantrieb. Dafür bietet er ein Leistungsspektrum von 130 PS/96 kW bis 225 PS/165 kW, verteilt auf Benziner und Diesel. Unser Testwagen mit dem 2.0 BlueHDi 180 mit 177 PS, 400 Nm und 8-Gang-Automatik verbrauchte im Durchschnitt 6 Liter (CO2-Emmision: 128 g/km). Für so ein Schiff wirklich bemerkenswert.

Einen DS7 kann man ab 31.990 € sein Eigen nennen. Dafür bekommt man erstens ganz viel Auto und zweitens einen ganz besonderen Hingucker. Vielleicht erinnert man sich ja in 60 Jahren an ihn wie an die legendäre Göttin, die DS.

Bericht: Guido Strauss/Fotos Theresa Weinand